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| Ich möchte die Zykluszeit bei einem Spritzgussteil genauer bewerten und dabei vor allem verstehen, welchen Anteil die Kühlphase tatsächlich ausmacht. Bisher habe ich hauptsächlich mit Erfahrungswerten gearbeitet, würde die Berechnung aber gerne stärker an Wandstärke, Material und den relevanten Temperaturen ausrichten. Besonders wichtig ist mir eine einfache Möglichkeit, verschiedene Varianten miteinander zu vergleichen, bevor ich tiefer in eine Simulation einsteige.
Wie kann ich für mein Bauteil die Kühlzeit möglichst praxisnah berechnen und daraus eine realistische Zykluszeit ableiten?
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Posts: 361 Joined: 7/9/2023 IP-Address: saved

| Hilfreich finde ich dafür das Werkzeug Kühlzeit berechnen (Menges/Mohren) unter https://kunststoff-profi.de/markt/rechner/zykluszeit-spritzguss/, das Wandstärke, Thermodiffusivität sowie Masse-, Werkzeugwand- und Entformungstemperatur berücksichtigt.
Praktisch ist für mich vor allem, dass zusätzlich Einspritz- beziehungsweise Nachdruckzeit sowie Werkzeugbewegung und Entnahme in die Gesamtbetrachtung einbezogen werden können.
Die Berechnung zeigt außerdem deutlich, wie stark sich die Wandstärke auswirkt, da die Kühlzeit quadratisch von ihr abhängt.
Damit kann ich beispielsweise schnell vergleichen, wie sich eine Reduzierung von 2,5 auf 2 Millimeter auf die theoretische Kühlzeit und damit auf den gesamten Zyklus auswirken könnte.
Gleichzeitig würde ich die Ergebnisse nicht als exakten Maschinenwert verstehen, weil reale Geometrien, Heißkanäle, unterschiedliche Wandstärken und die Werkzeugkühlung zu Abweichungen führen können.
Für dickwandige oder stark verrippte Bauteile würde ich deshalb eher zusätzlich auf eine thermische Simulation wie Moldflow oder Cadmould zurückgreifen.
Als erste Abschätzung für Kalkulation, Werkzeugkonzept oder Prozessoptimierung erscheint mir der Rechner jedoch sehr nützlich, weil sich verschiedene Parameter schnell und nachvollziehbar durchspielen lassen.
Gerade wenn ich regelmäßig ähnliche Teile kalkuliere, würde ich die berechneten Werte anschließend mit realen Produktionsdaten vergleichen und daraus eigene Erfahrungsfaktoren für zukünftige Projekte ableiten.
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