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Forum Übersicht » OnlineSEXsucht .... Wir suchen Hilfe und gegenseitigen Austausch » ANGEHOERIGE von onlineSEXsuechtigen PartnerInnen berichten .... » Ich kann so nicht mehr leben…
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Ich kann so nicht mehr leben…
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jetzt habe ich mich doch entschieden bzw. überwunden meine wirklich lange ‚Geschichte’ hier öffentlich zu posten. Ich weiß nicht was ich mir wirklich davon erhoffe, vielleicht einfach nur das jemand mir sagt dass ich kein schlechtes Gewissen haben muß meinen Mann zu verlassen, das es ok ist endlich mal an mich zu denken?


Ich weiß seit ca. 4 Monaten dass mein Mann ist Porno/Sexsüchtig ist und dies auch schon war bevor wir uns vor knapp vier und halb Jahren durch eine Singlebörse im Internet kennen gelernt hatten.
Bei mir hatte es sehr schnell gefunkt und bei ihm (angeblich) auch. Ich hatte das Gefühl meinen Seelenpartner gefunden zu haben, tiefe Gefühle der Liebe und Zuneigung, Respekt und Vertrauen bauten sich schnell auf. Ich liebte alles an ihm, vor allem seine ruhige Art und Ehrlichkeit.Anfangs hatten wir (meiner Ansicht nach) eine wunderschöne (Fern)Beziehung. Er war jedes Wochenende bei mir und in den ersten 6 Monaten zusätzlich einen Abend/Nacht in der Woche.
Dann wurde der Wochentag seiner Aussage nach (angeblich) aus finanziellen Gründen 'gestrichen' was ich ihm nicht wirklich glaubte und womit bei mir die ersten Zweifel sich einnisteten. Wir sahen uns dann also ‚nur’ noch am Wochenende, telefonierten aber jeden Abend und blieben auch mit Emails und SMS tagsüber in Kontakt.
Mein Mann lebte zu der Zeit in Scheidung, wohnte allein in dem Familienhaus und ich hatte meine Wohnung 110 km entfernt von ihm und war örtlich gebunden weil ich Montag bis Samstag jeden Vormittag zu meiner Mutter fuhr, die nach einem Schlaganfall Pflegebedürftig war. Dies war auch der Grund warum ich nach 25 Jahren im Ausland alles stehn und liegen ließ und wieder nach Deutschland zurückkehrte. (Ich war nicht in der direkten Pflege involviert, erledigte aber Einkäufe, den Hausputz und alles was sonst noch außer Haus erledigt werden musste, gab meiner Mutter ihr Mittagsessen, unterhielt sie und fuhr dann mittags wieder nach Hause).
Über die Jahre wurde dies recht anstrengend für mich, ich war oftmals emotional und körperlich völlig erschöpft, hauptsächlich weil der Lebensgefährte meiner Mutter mit der Situation total überfordert war und mir deshalb das Leben zur Hölle machte. Meine Lebensfreude hatte schon fast den Nullpunkt erreicht, als ich dann meinen Mann kennen lernte. Plötzlich fühlte ich mich wieder lebendig, er brachte Licht, Sonnenschein und Wärme in mein Leben und erschien wie ein Felsen in meiner Brandung. Egal wie ich mich fühlte, egal was mich bedrückte, er war stets für mich da, nie mehr als einen Anruf entfernt. Ich konnte mit ihm lachen und weinen, ihm alles erzählen, mir meine Sorgen und Ängste von der Seele reden. Er zeigte sich stets fürsorglich und liebevoll.
Er nahm alles so gelassen, immer verständnisvoll und war mit allem einverstanden und beschwerte sich nie, egal welcher Strich uns an ‚unseren’ Wochenenden wegen dem gesundheitlichen Zustand meiner Mutter oder der Jähzornigkeit ihres Lebensgefährten durch die Rechnung gemacht wurde. Es gab nie einen Streit. Ich fühlte mich in seinen Armen geborgen, oftmals sogar wie eine Königin. Er verwöhnte mich, gab mir das Gefühl geliebt zu werden, nannte mich seine Traumfee und oft hatte ich dass Gefühl dass ich vor lauter Glück und Liebe platzen würde. In seinen Armen fühlte ich mich sicher und völlig geborgen. Wenn ich meinen Kopf auf seine Schulter lehnte, oder in seinen Armen lag, verschwand die ganze Welt um mich herum. Es gab nur ihn und mich und den Moment, von dem ich mir wünschte dass er nie enden würde.

Ich hatte das Bedürfnis ihn immer in meiner Nähe zu haben, ihn zu umsorgen, verwöhnen, meine Liebe schenken… und auch er wollte unbedingt dass ich zu ihm ziehe weil er mich vermisste und wollte dass wir den Rest unseres Lebens zusammen verbringen könnten – jeden Tag, nicht nur die Wochenenden.

Da ich 3 Jahre zuvor die Entscheidung getroffen hatte meine Familie in der Pflege meiner Mutter zu unterstützen, war ich hin und her gerissen. Einerseits wusste ich dass ich mit der Situation inzwischen schon selbst überfordert war und sehnte mich, nicht nur nach meinem Mann, sondern auch nach einem richtigen Leben. Anderseits waren die Schuldgefühle so stark, dass ich nicht dachte es übers Herz bringen zu können meine Mutter/Familie im Stich zu lassen…
Nach 18 Monaten, vielem hin und her, Tränen, Herzschmerz und Streitereien mit meinen Geschwistern, traf ich dann die Entscheidung zu meinem Mann zu ziehen. So wie meine Geschwister täglich ihren Mann an ihrer Seite hatten, wollte auch ich nicht länger auf alles verzichten und alleine leben. Egoistisch, ja aber ich hatte in den 5 Jahren zuvor so gut wie alles aufgegeben – beinahe auch mich selbst.
Bedauerlicher Weise wurde dass, was viele meiner Träume und Sehnsüchte erfüllen sollte, der Anfang eines Alptraums durch den ich täglich leben muss und nicht mehr ertrage.

Wie und vor allem wer mein Mann wirklich ist und zu was er fähig ist, weiß ich erst seit dem ich hier bei ihm wohne.
Eingezogen bin ich im Februar 2006 und kurz darauf fingen auch die ersten Streitereien an. Da ich arbeitslos war, dachte ich dass ich vorübergehend wie zuvor in meinem alten Wohnort Hartz IV bekommen würde. Dies wurde mir verwehrt weil die ARGE der Meinung war das mein Mann von Tag 1 für mich aufkommen sollte – für alles, inklusive Krankenversicherung. Ich wollte wenigstens meine Unabhängigkeit aufrechterhalten und vor allem nicht vor meinem Mann als Bettlerin dastehen und begann mich im Internet schlau zu machen was meine Rechte waren. Während ich mich total in die Situation mit der ARGE reinsteigerte und stundenlang Oben in einem der Schlafzimmer am PC hockte um mich über meine Rechte schlau zu machen, verbrachte mein Mann die gleichen Stunden unten im Haus an seinem Laptop. Ich hatte nicht den leisesten Verdacht dass er irgendetwas macht das sich in Richtung Sex/Pornos zieht, warum auch?
Zur gleichen Zeit erlebte aber auch unser Liebesleben einen Tiefgang, mein Mann zeigte kaum noch Interesse an mir, dennoch wurde ich nicht stutzig und lies mir Schuldgefühle einreden.
Natürlich war das ja alles/immer “meine Schuld, weil ich ja stundenlang vor dem Rechner hockte um in blöden Arbeitslosenforen zu lesen“…
Während ich den Kampf beim Sozialgericht gegen die ARGE aufnahm, kämpfte mein Mann sich wohl durch unendliche Pornoseiten etc. (was ich damals natürlich noch nicht wusste).
Eines Tages, so ca. 3 Monate nach meinem Einzug, kam er von der Arbeit nach Hause und während wir uns gegenüber saßen schaute er auf seinem Laptop nach seinen Emails. Er war guter Dinge und machte es ganz offensichtlich dass er Sex wollte und dies war auch der ‚Plan’ nachdem wir gemütlich unseren Kaffee auf der Terrasse getrunken hatten. Da sein Laptop noch auf war, wollte ich kurz meine Emails prüfen und klickte auf den ‚Eine Seite zurück’ Pfeil am Browser, da er inzwischen eine Wetterseite aufgemacht hatte und ich erfror fast vor Schock. Was sich vor meinen Augen geöffnet hatte, war eine Seite von Prostituierten die ihre ‚Ware’ anpriesen. Dies war nur eine von vielen Seiten die sich mit jedem Rückwärts klick öffneten. Ich war nicht nur erschrocken, sondern spürte sogleich Ekel, als ich realisierte dass er diese Bilder benutzte um sich in Fahrt zu bringen, damit er Sex mit mir haben konnte. Wer weiß, vielleicht kannte er die Damen ja auch schon persönlich…
Ich fühlte mich so elend, so klein, unattraktiv und hässlich zugleich, ein Gefühl das mich heute noch überwältigt wenn ich an diesen Tag zurück denke.
Er redete sich natürlich gleich aus der Situation heraus. Wollte nur mal gucken, hat nichts zu bedeuten usw. also verharmloste alles. Dennoch hatte sich der erste Funke Zweifel entfacht, vor allem weil diese Prostituierten nicht von irgendwo kamen, sondern genau aus dem Ort in dem er arbeitete.

Nicht lange danach saß ich eines Tages neben meinem Mann am PC als er in einem ‚alten’ Emailfach nach etwas suchte und meine Augen eine Anmeldebestätigung und Passwort für eine Webseite erfassten, auf denen Sexkontakte geknüpft werden, Swinger sich aufhalten, Dates für Parkplatzsex in vielen Orten veröffentlicht werden usw.
Wieder fiel ich aus allen Wolken, wieder machte er Ausreden das er sich nur dort angemeldet hatte weil er einen Beitrag lesen wollte, den er ohne Anmeldung nicht hätte lesen können und das es sich darum gehandelt hätte das er nicht so oft Sex haben kann, weil er nach einer OP für Hodenkrebs nur noch einen Hoden hat. (Inzwischen wurde mir von meiner Ärztin gesagt dass es keinen Unterschied machen sollte ob man(n) nur einen Hoden oder zwei hat)

Kurze Zeit darauf wurde ich per Zufall darauf Aufmerksam dass mein Mann Viagra nimmt. Ich hatte keine Ahnung, er hatte es nie erwähnt. Wieder regte sich mein Misstrauen, brauchte er Viagra um mit mir Sex haben zu können? Oder brauchte er Viagra damit er auch ein zweites Mal Sex haben konnte, weil er sich vielleicht schon einmal ohne mich vergnügt hatte?
Mein Kopf beschäftigte sich Tag und Nacht mit Fragen und ich lebte ständig in Angst.
Angst belogen zu werden, Angst betrogen zu werden, Angst dass meine Beziehung kaputt gehen würde, und nebenbei noch immer die Gewissensbisse weil ich meine Mutter im Stich gelassen hatte und die finanziellen Probleme die immer noch nicht gelöst waren. Meine Frage warum er Viagra nimmt beantwortet er mit‚“weil er dann länger aushalten kann und der Orgasmus viel intensiver ist. Dass er es mir verschwiegen hatte begründete er damit dass wir wohl mal auf das Thema Viagra gekommen sind und ich gesagt hatte das ich nicht viel davon halte, wenn es aus gesundheitlichen Gründen nicht notwendig ist. Die Tabletten bestellt er im Internet und lässt sie zu der Adresse seines Sohnes schicken – auch das finde ich nicht gerade toll. Noch jemand dem ich nun nicht mehr vertrauen kann!

(Fortsetzung weiter unten)



07.11.2008 10:50:08 
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Im Juni 2006 verstarb mein Vater plötzlich (meine Eltern waren schon lange geschieden). Obwohl ich seit 10 Jahren keinen Kontakt mehr zu ihm hatte – oder vielleicht besonders deshalb – war ich sehr von seinem Tod betroffen.

Sechs Wochen später, im Juli 2006, verstarb der Lebensgefährte meiner Mutter, ganz plötzlich und völlig unerwartet. Daraufhin musste meine Mutter in ein Pflegeheim.

Kurz darauf, im September 2006, verstarb meine geliebte Mutter. Sie hatte sich zu Tode gehungert…

Während ich völlig am Boden zerstört und von Schuldgefühlen geplagt war und versuchte mit meiner Trauer umzugehen – traf mein Mann sich hinter meinem Rücken mit seiner Ex-Freundin (Ex- Arbeitskollegin – Affäre während seiner Ehe). Wie lange das schon lief, keine Ahnung. Ob es überhaupt aufgehört hat, keine Ahnung.
Ich hatte es durch einen (angeblich) wohlgemeinten Telefonanruf erfahren. Zuerst dachte ich es war jemand der sich an meinem Mann rächen wollte, wie seine Ex-Frau z.B. deshalb habe ich erstmal geschwiegen und sein Verhalten beobachtet. Außerdem hatte ich zu dem Zeitpunkt an so vielen Dingen zu knabbern, dass ich die Wahrheit gar nicht hören wollte, nicht hätte verkraften können.

Im Februar 2007 (3 Monate nach dem erwähnten Anruf) hatten wir einen Streit. Leider weiß ich nicht einmal mehr worum wir stritten, jedoch kann ich mich erinnern das er mir vorwarf neurotisch zu sein und knallte mir an den Kopf das ich gar nichts wüsste. Er spielte, wie immer, den Scheinheiligen und ich rastete (verbal) aus. Ich sagte ihm das er sich wundern würde was ich alles wüsste und er forderte mich heraus mal was zu erwähnen, was ich dann tat. Seine Gesichtsfarbe wechselte zu rot, dann weiß. Er gab zu seine Ex-Freundin nur einmal gesehen zu haben, bei einer Arbeitskollegin. Dann gestand er sich ein zweites Mal mit ihr auf einen harmlosen Kaffee getroffen zu haben.
Ich hatte gehört dass er sie mit auf (mindestens) eine Geschäftsreise genommen hatte. (er war bis vor einigen Monaten mindestens ein- bis zweimal pro Monat für 2-3 Tage geschäftlich unterwegs.

Dies war der Punkt an dem ich mich zum ersten Mal ernsthaft entschieden hatte ihn zu verlassen. Das Maß war voll.
Er gab sein bestes mich umzustimmen, zeigte Reue, beteuerte es war unwichtig und nichts passiert, er liebe nur mich, ich bin die Frau seines Lebens usw. Ich war entschieden zu gehen und fing an zu planen wie und wohin.
Einen Abend später bekamen wir einen Anruf. Sein Vater brauchte den Notarzt und musste auf die Intensivstation eingeliefert werden.
Mein Mann brauchte mich und natürlich würde ich niemanden in so einer Situation im Stich lassen.
Wir rauften uns wieder zusammen. Die Sorge um seinen Vater war auch für mich zu dem Zeitpunkt wichtiger als alles andere. Gehen konnte ich immer noch. Später. Ich hatte meine Mutter im Stich gelassen, ihm und seiner Familie wollte ich nicht das gleiche antun.

Nach 9 Wochen Leiden und Kampf starb sein Vater bedauerlicher Weise. Wieder versuchte ich für ihn und seine Familie da zu sein, stark zu sein, Beistand zu leisten – obwohl ich selbst durch die vielen Schicksalsschläge der letzten Monate am Boden war.

Zwischenzeitlich war meine Wut und Entschlossenheit meinen Mann zu verlassen verflogen. Wir schienen wieder ein Herz und eine Seele zu sein. Für kurze Zeit jedenfalls, bis ich entdecken musste das mein Mann sich fast jeden Morgen bevor er zur Arbeit geht seine Prostituierten-Seiten reinzieht und sich dabei selbst befriedigt.
Ich hingegen bin wochenlang sexuell total frustriert und unzufrieden durch die Gegend gelaufen, habe nächtelang geweint und mich immer hässlicher und unattraktiver gefunden. Für Sex musste ich schon fast betteln und mich auch meistens wie eine der Damen auf den Webseiten die er sich ständig anschaute, bekleiden.
Ich fühlte mich immer wertloser, schmutziger, erniedrigt, hässlicher, trauriger, verzweifelter…und vor allem nicht wirklich geliebt.

Nach etlichen Streitereien wegen seinem morgendlichen Pornokonsum, packte er seinen Laptop wie ein beleidigtes Kind weg und warf mir vor ihn in ein geistliches Gefängnis zu werfen würde und das er sich wohl oder übel fügen müsste aber warnte mich das mir der Mann den ich aus ihm mache nicht gefallen würde. Er benutzte den Laptop danach nur noch sehr selten und saß dann auch immer so dass ich sehen konnte auf welchen harmlosen Webseiten er surfte.
Trotzdem drehte sich mein Magen wenn immer er vor seinem Computer saß, vielleicht waren allein die Erinnerungen daran schuld.
Ich konnte es inzwischen auch nicht mehr ertragen wenn er sich einen Film im TV anschaute in dem viel nackte Haut gezeigt wurde oder die 0900---ruf mich aaaan! Werbung lief. Jedes Mal dachte ich dann dass bei ihm das Kopfkino wieder losgehen würde und er mich als Mittel zum Zweck ausnutzen würde. Die Lust auf Sex verging mir immer mehr.

Wohl kaum jemand wird glauben oder begreifen können das/warum ich diesen Mann im August 2007 geheiratet habe. Vielleicht habe ich es in meiner Verzweiflung und aufgrund meines emotionalen Zustands und Zweifel als einen Liebesbeweis gesehen?
Man hätte glauben können dass ich mich auf einer Beerdigung und nicht meiner eigenen Hochzeit befand. Sobald die Standesbeamtin began über die Bedeutung der Ehe, von Treue, von Vertrauen und Respekt, von der Wichtigkeit offen und ehrlich mit dem Partner über alles zu reden, fing ich an zu heulen wie ein Schlosshund. Ich konnte mich nicht wieder einfangen. Mir wurde bewusst das ich mich so sehr nach all dem sehnte von dem sie sprach, aber wusste zugleich dass es nie so sein wird.
Wären meine Stieftochter und Schwiegermutter nicht (als einzige) anwesend gewesen, ich weiß ich hätte NEIN gesagt!
Warum habe ich es nicht trotzdem getan?
Ich weiß es einfach nicht! Angst? Scham?

Nach unserer Heirat ist alles noch schlimmer geworden!
Immer mehr Distanz, mehr Streitereien, weniger Sex und Zärtlichkeiten, kaum noch SMS tagsüber und wenn dann nur mit bedeutungslosem Blabla.

Im Juli dieses Jahres kam dann die Krönung, als ich ein unbenutztes Kondom in seiner Jacke fand, die er täglich zur Arbeit trägt.
Angeblich war dieser schon Jahre alt, vor unserer Zeit und er hatte ihn während der Räumung seines alten Schreibtisches auf der Arbeit gefunden. Da sollen zwei gewesen sein, einen hatte er weggeworfen und diesen wollte er auch wegwerfen, hatte es aber vergessen.
Für wie dumm hält dieser Mann mich eigentlich?
OK, viele die dies lesen denken wohl das gleiche...

Auf jeden Fall hatte ich jetzt die Nase gestrichen voll. Ich gab ihm die Möglichkeit mir übers Wochenende die Wahrheit zu sagen, reinen Tisch zu machen, als allerletzte Chance.
Nichts.
ER war beleidigt, da ich ihn (SCHON WIEDER) zu Unrecht beschuldige. Er bezeichnete mich, wie so oft zuvor, als paranoide und krankhaft eifersüchtig. Er hat und würde mich NIEMALS betrügen. Warum sollte er? Er liebte mich, war sehr glücklich mit mir, brauchte niemanden außer mich (seine Worte)
Er hatte mir also nichts zu beichten, hatte mir angeblich die Wahrheit gesagt.

Nach einer Recherche beim Hersteller am Montag fand ich heraus dass die Kondome im Jahr 2005 hergestellt wurden, also ca. 1 Jahr NACHDEM wir zusammen gekommen sind.
Er hatte mich also schon wieder belogen, oben drauf noch beleidigt und zum Affen gemacht.
Den nächsten Schritt den ich begangen habe um der Wahrheit auf den Grund zu kommen werde ich wohl noch lange bereuen – wenn nicht mein Leben lang.
Ich habe in sein Tagebuch geschaut, etwas was ich eigentlich - und vor allem zuvor - niemals getan hätte aber ich musste die Wahrheit endlich wissen.
Nichts hätte mich auf das Vorbereiten können was ich dort las. NICHTS! Und ich werde das meiste davon wohl niemals vergessen. Es waren (und sind noch immer) seelische Peitschenschläge.
Ich musste erfahren das:
Er sich noch wochenlang nachdem wir ein Paar waren mit anderen Frauen aus dem Internet getroffen hatte
Er es richtig schade fand dass eine von denen sich nicht wieder bei ihm gemeldet hatte, weil er echtes Interesse an ihr hatte.
Er hat auf dem Weg von mir zur Arbeit, nach einem gemeinsamen Wochenende, die ganze Zeit an seine Ex-Freundin denken müssen…(die, mit der er sich hinter meinem Rücken getroffen hatte)
Er hat eines Abends auf der Terrasse gesessen und eine Sternschnuppe gesehen und sein erster Gedanke war seine Ex-Freundin.
Wenn er am Wochenende zu mir gekommen ist und ich Stress gehabt hatte, traurig war oder an einer Migräne litt schrieb er in sein Tagebuch Dinge wie „…komisch wie man sich schon am Freitag auf Montag freuen kann“
All die Zeiten in denen er für mich da war, mein ‚Retter’ war, mein ‚Felsen in der Brandung’, wenn er sich mir gegenüber liebevoll und verständnisvoll gab, sich nie beschwerte, hatte er sich später in seinem Tagebuch darüber ausgekotzt.
Auch war ich nicht seine erste ‚Traumfee’, seine Ex-Freundin hatte er auch so genannt und wer weiß wie viele andere vor und nach uns

(Fortsetzung...)



07.11.2008 10:51:39 
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So vieles hat seit dem seine Bedeutung verloren. Erinnerungen an die (wenigstens für mich) wundervollen Zeiten sind zerstört. Sie waren nur eine Illusion, eine bewusste Täuschung seinerseits. Das werde ich wohl nie wirklich verkraften können.

In den Mann der dieses Tagebuch geschrieben hat, hätte ich mich niemals verlieben können. Es dreht sich nur um Sex. Wenn ja, alles gut, wenn nein, alles Mist.
Kaum etwas von Gefühlen. Jedenfalls nicht für mich!
Es gab aber auch keine der erhofften Antworten was die Kondome oder andere Vorfälle betrifft. Ich hatte mich also umsonst gequält.

Dennoch bin ich noch immer Fassungslos und kann nicht glauben dass dieser Mann mich dazu ermutigt hat meine Familie im Stich zu lassen!?
Was bewegt einen Mann dazu einer Frau Liebe vorzutäuschen und ihr zu versprechen sie auf Händen zu tragen, wenn er vorher schon genau weiß dass er sie und ihre Liebe mit Füßen treten wird?

Zwar sehe ich alles was passiert ist als meine Strafe an, weil ich meine Familie, nein, vor allem meine Mutter im Stich gelassen habe und das habe ich auch verdient.
Dennoch war alles zu viel für mich.
Zwar hatte ich ihm nicht gleich gesagt das ich in seinem Tagebuch gelesen hatte, jedoch habe ich ihm eine Mail geschrieben und gesagt dass auch ich etwas getan habe dass ich nicht hätte tun sollen, dass ich ihn verlassen werde und bin daraufhin auch gegangen.
Für eine Nacht.
Am nächsten Tag kam ich zurück um mich wenigsten vorübergehend tagsüber um unseren Hund zu kümmern. Was dort auf mich gewartet hatte, hätte ich mir in meinen schlimmsten Alpträumen nicht vorstellen können.
Er hatte mir einen langen Brief geschrieben, mir so einiges gebeichtet was mir erneut so richtig den Boden unter den Füßen wegzog und dabei denke ich dass dies nur die Spitze des Eisbergs war.

Er schrieb von seiner Vergangenheit, von seinen gescheiterten Ehen, von seinem was er Fetisch nennt, die Sucht sich Bilder auf Pornoseiten anzuschauen, schrieb das es in der Zeit seiner vorherigen Ehe anfing, da seine Ex-Frau nur selten Sex wollte.
Er sagte dass die „eher seltenen Gelegenheiten die sich boten“ manchmal ausgenutzt hatte und in seiner Mittagspause Pornokinos zu besuchen.
Er beichtete das er auch auf seinen Geschäftsreisen öfters in Pornokinos zu Besuch war, nachdem wir Abends telefoniert hatten; und auch dass die Kondome auf einer seiner Geschäftreise gekauft wurden, da er (angeblich) nur einmal aus Neugier in einem Swinger-Cub war um zu sehen was dort läuft – hat aber (angeblich) nicht aktiv teilgenommen und hätte auch keine Kondome gebraucht weil die dort verteilt werden.
Er beteuerte (und tut es zu diesem Tag) mich niemals betrogen zu haben und es niemals tun zu wollen. Das es alles nichts mit Sex und anderen Frauen zu tun hat, sondern nur zum Stressabbau dient.
Ich glaube ihm das nicht. Kann es nicht glauben. Kann NICHTS mehr glauben.
Ich denke auch nicht dass das was er gebeichtet hat alles war.
Schon lange vermute ich dass er sich auf Parkplätzen aktiv oder als Voyeur rum treibt, Prostituierte besucht, Sex-Mails und erotische SMS austauscht…

Nachdem ich diesem Brief gelesen hatte war ich wie gelähmt. Ich blieb bis er nach Hause kam. Wir redeten ein wenig und er versprach sich Hilfe zu suchen, sagte dass er selbst erst jetzt realisiert hatte dass er ein Problem hat, dass er damit aufhören möchte. Er sagte auch dass er sich furchtbar schämte, schon ernsthaft versucht hatte davon weg zu kommen aber es nicht geschafft hatte.
Ich empfand Mitleid aber auch Wut und Ekel zugleich.
Am nächsten Tag bin ich wieder gegangen, wollte auch nicht wieder zurückkommen, jedoch redete er mir per SMS ein schlechtes Gewissen ein. Warf mir vor keine Verantwortung zu zeigen, ihn und unseren Hund einfach im Stich zu lassen, Gewissenlos und Egoistisch zu sein nach dem Motto „Tür zu und nach mir die Sintflut“ (seine Worte) Seine letzte SMS war eine Aufforderung spätestens um 7 Uhr am nächsten Morgen hier zu sein, wenn ich mich von dem Hund verabschieden wollte, da er ihn in ein Heim geben müsse.
Tja, seit dem bin ich wieder hier und es hat sich meiner Ansicht nach nichts geändert. Er ist ständig gereizt, schreit mich an, spricht dann tagelang nicht mit mir. Will NICHTS über seine Sucht oder dem was er mir mit seinen Lügen und hintergehen angetan hat hören. Zeigt keine wirkliche Reue, kein Verständnis für mich und meine verletzten Gefühle. Hilfe hat er sich auch nicht geholt, seiner Meinung nach braucht er sie nicht. Er hatte es wohl vor Jahren mal geschafft vom Alkohol wegzukommen, mit eisernem Willen und meint dieses Problem auch allein in den Griff zu bekommen.
BULLSHIT!!!
Er hat sich wohl nur einen neuen Weg gefunden mich zu betrügen. Die SMS die wir uns seit Jahren täglich sendeten wurden gestrichen. Seit ein paar Wochen schreibt er stattdessen eine kurze Email.
Vermutlich holt er sich jetzt seine Kicks übers Handy und mit meinen SMS würde es wohl zu teuer werden – plus, das Handy würde auf der Arbeit zu oft klingeln. Auch gut möglich das er sich eine zweite Simkarte besorgt hat und diese jetzt tagsüber in seinem Handy steckt. Wie auch immer. Es interessiert mich nicht mehr. Er kann machen was er will, mit wem er will, nur nicht mehr mit mir!!!!!!

Ich lebe nicht, sondern existiere und funktioniere (irgendwie).
Ich verbringe den ganzen Tag im Haus. Mit dem Hund – und bin durch den Hund auch ans Haus gebunden.
Meine Familie hier in Deutschland redet schon seit meinem Umzug nicht mehr mit mir. Meine erwachsenen Kinder sind im Ausland.
Ich habe keine Freunde, kenne nur die Nachbarn und wir sagen uns nur ein freundliches Hallo wenn wir uns sehen.
Mit seiner Familie habe ich kaum was zu tun. Die Kinder sind lieb und nett aber wir sehen uns nicht oft.
Mit seiner Mutter sind wir schon seit Monaten Verstritten (mehr Stress und Ärger).
Zum Glück bin ich seit ein paar Wochen in psychologischer Behandlung. Es hilft mir über meine Situation nachzudenken und zu entscheiden was gut für MICH ist. Eine Paarberatung ist für nächste Woche geplant aber ich glaube der Zug für unsere Ehe ist längst abgefahren. Ich weiß seit Tagen das ich hier nicht bleiben kann, nicht bleiben will. Ich möchte den Rest meines Lebens nicht so verbringen, in Angst und Schrecken.
Ich, bzw. die Sucht meines Mannes hat mich so sehr verändert. Oftmals erkenne ich mich selbst nicht mehr. Ich sage Dinge die ich zuvor nicht einmal gedacht hätte, geschweige denn einem Menschen den ich liebe an den Kopf werfen würde. Ich werde immer wieder vom Kontrollwahn ergriffen und finde dabei LEIDER auch ständig wieder neue Sachen. So z.B. das er sehr wohl NOCH IMMER öfters mittags die Firma verlässt. Auch dass er ein heimliches Bankkonto bei einer anderen Bank eröffnet hat – ich mag nicht einmal darüber nachdenken wozu…
Er kann nicht mehr ehrlich sein, kann seine Versprechen nicht halten.
Ich sehe nicht einmal mehr den Sinn darin überhaupt mit ihm zu reden, weil ich nichts von dem was er sagt mehr glauben kann.

Was meinen Mann betrifft, wir haben schon lange nur noch selten Sex. Er bleibt im Wohnzimmer vor dem Fernseher bis ihm die Augen zufallen und schleppt sich dann ins Bett, schläft sofort ein (oder tut als ob)
Trotzdem gibt er mir die Schuld dafür das wir so selten Sex haben, wirft mir vor ich würde ja nicht reagieren wenn er mir übers Haar oder den Rücken streichelt.

Inzwischen ist der Sex tatsächlich meistens nur noch für ihn, entweder verzichte ich freiwillig oder er schläft sofort ein wenn sein Bedarf gedeckt ist.

Ich schaffe es nur noch selten nicht daran zu denken was sich wohl gerade in seinem Kopf abspielt und ekele mich davor.
Das Wissen das er vor dem Sex Viagra schluckt finde ich ebenfalls abstoßend. Es gibt mir das Gefühl das er mich total unattraktiv findet und ohne überhaupt nichts passieren würde/könnte.

Obwohl ich hier ein halbes Buch geschrieben habe, fehlt vieles. So zum Beispiel:

Die Kondome die sich im Schlafzimmerschrank befanden als ich einzog, obwohl er keine Kinder zeugen kann und wir schon 18 Monate zusammen waren und keine Kondome benutzen.

Die etlichen Pornofilme die sich im Haus befinden.

Die vielen Lügen und Ungereimtheiten die immer noch ständig auftreten.

Die Tatsache das er über Monate stets am gleichen (einzigen) Wochentag an dem er allein zur Arbeit fuhr, stets 1-2 Stunden später nach Hause kam und wie sich später feststellte, er fast immer sogar 1 Stunde früher als sonst Feierabend gemacht hatte.

Ach, da wäre noch so viel mehr.

Der Punkt ist, ich muss hier raus, muss MEIN Leben in den Griff bekommen. Wenn er so weiter ‚leben’ (existieren) will, ist es seine Entscheidung. Ich kann nichts mehr für ihn tun – außer ihm die Freiheit zu geben so dass er tun und lassen kann was er will, ohne mich dabei zu verletzen.
Ich sehe ihn schon fast als ein armes Würstchen an, der sich die Nudel wund schrubbelt über Frauen die nicht wirklich im Geringsten an ihm interessiert sind. Die ihn genau so ausnutzen, wie er sie. Wenn ich weg bin sollte dass Leben so viel einfacher und stressfreier für ihn sein. Er braucht nicht mehr zu lügen, nicht mehr betrügen, kann tun und lassen was er will. Das sollte ihn glücklich machen.
Ich weiß dass ich, eines Tages, auch wieder glücklich sein werde. Ohne ihn! Ob nun allein oder mit einem gesunden Mann, der MICH begehrt und zu schätzen weiß.
Auch wenn ich allein bleiben werde, so erlange ich wenigstens wieder meinen Seelenfrieden und meine Würde.
Ich bin total entschlossen MEINEN Weg zu gehen, etwas für mich zu tun.
Das Leben ist so kurz, ich möchte noch so viel wie möglich davon genießen, wieder ruhig schlafen können, echte Freude spüren.
Ich möchte lieber allein schlafen als mit dem Feind in meinem Bett.
Ich möchte wieder atmen können, ich habe immer mehr das Gefühl zu ersticken.
Ich möchte endlich wieder ICH sein!!!

Wahrscheinlich ist dieses ‚Buch’ viel zu lang und wird gelöscht aber irgendwie fühle ich mich erleichtert mir mal einiges von der Seele geschrieben zu haben.

Nochmals sorry das es so lang geworden ist!


07.11.2008 10:52:41 
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Hallo,
deine Sucht-Geschichte ist meiner so verdammt ähnlich.

Ich habe auch 28 J. im Auland gelebt, war etwas heimatlos, sehnsüchtig nach Wurzeln und Familie.

Aber heute weiß ich: Heimat muß man in sich selbst finden.

Auch ich hatte in der Kennenlern-Phase "Symptome", Lügen, Machtspiele mit meinem Ex gehabt....aber ICH wollte sie nicht sehen....

Ich merkte auch, dass er sexuell Probleme waren. Auch er schluckte Viagra. Auch er hatte viele Handys usw....er verwechselte Erlebnisse, war total übermüdet, wohl vom Chatten....

DU hast ja auch gemerkt, dass etwas nicht stimmt, wolltest es auch nicht sehen. Aber sowas spürt man. Man kann es nicht in Worte fassen, aber unbewußt weiß man, dass man einen Problemfall "geangelt" hat. Man hat ja genügend Kraft um andere zu retten, da das eigene Leben, das eigene WOhlbefinden gar nicht so wichtig sind.

Aber das ist keine Liebe!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Das ist Co-Abhängigkeit. Das ist die Sucht gebraucht zu werden, einen Süchtigen retten wollen, es als persönlichen Erfolg anzusehen, wenn man ihn von der Sucht fernhält.

Alles was du beschreibst ist Co-Abhängigkeit: Kontrolle, wie weit seine Sucht geht, ständig Schuld bei dir suchen, seine Launen ertragen und von besseren Zeiten träumen, dich anlügen lassen....dich verletzen lassen und ihn immer wieder trotzdem aufzufangen.

Meist sind Frauen aus Suchtfamilien für Co-Abhängigkeit prädestiniert...sie erleben in der Kindheit einen süchtigen Vater und eine leidende Mutter-also denkt man, es sei immer so....

Lies das Buch: Wenn Frauen zu sehr lieben!!!!

Mache dich stark bei deiner Therapeutin, fahre in Kur, oder fahre mal in Urlaub ....und arbeite an DIR. Mache dir eine Liste, was dich am Partner stört, was du an ihm magst... Setze deine Grenzen fest, denke dran, dass es auch eine Zeit ohne ihn gab....Setze dir auf jeden Fall ein Ultimatum, wie lange du noch "mitspielst".

Sieh mal nach, habe dir PN gesendet. Gruß Amalia






"Nicht weil es schwierig ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwierig." Sokrates

Für meine eigenen Beiträge bleibt copy-right bei mir. Danke!
07.11.2008 11:46:55  
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Hallo Amalia,

Danke für deine Antwort und die PN, auf die ich bereits geantwortet habe Lächeln

Wollte hier nur noch einmal dazu schreiben dass auch ich aus einer Suchtfamilie stamme, mein Vater war Alkoholiker und mein Stiefvater ebenfalls.

Später bin ich auch 8 Jahre selbst mit einem Alkoholiker verheiratet gewesen Durcheinander!

Als Co-Abhängige habe ich mich bereits schon länger angesehen aber nicht die Kraft oder den Mut dazu gehabt etwas dagegen zu tun.

Wahrscheinlich hätte ich mir schon viel früher psychologische Hilfe suchen sollen! Leider findet mein Therapeut meine Kindheit/Vergangenheit nicht relevant, sondern therapiert mich damit ich über die Schuldgefühle die ich wegen dem Tod meiner Mutter in mir trage zu verarbeiten.
Natürlich hilft er mir momentan auch in Bezug der Sucht meines Mannes aber mit 1 Stunde die Woche ist mir leider nicht wirklich geholfen.

Auf jeden Fall habe ich in diesem Forum schon sehr viel gelesen dass mir geholfen hat zu verstehen was in einem Süchtigen vorgeht und wie weit man ihm helfen kann bzw. wann man anfangen muss an sich selbst zu denken. Diese Zeit ist für mich auf jeden Fall gekommen.

Es hilft auch zu wissen dass man nicht allein mit diesen Problemen und Ängsten da steht.

Alles Liebe dir und allen anderen hier.
Addi



07.11.2008 13:45:30 
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Hallo Inner-Beauty,
deine Geschichte ist ergreifend und von Leid geprägt.
Wenn ich so etwas lese kommt mir "der kalte Kaffee hoch".
WAS ist an den Kerlen dran, dass wir es zu lassen sooooo sehr zu leiden und gedemütigt zu werden????

Ich manchen Abschnitten habe ich unsere Situation vor Augen gehabt.
Z.B. gab es auch bei uns seinerseits diese hinterhältige Reue, nur damit ich mich wieder beruhige und ihn nicht vor die Tür setze.
Es ist schlimm was du in den letzten Jahren erlebt hast.
Mach dir aber bitte NIE Vorwürfe über deine Entscheidungen! Rede dir schon gar nicht ein, dass "du es verdient hast"!!
Du hast genug mit gemacht, warum setzt du dir damit selbst noch zu?
Mach dir jetzt über schöne Dinge Gedanken die dir für dein neues Leben Kraft geben und ziehe dir nicht deine Kraft mit der Macht deiner Gedanken aus dir raus.
Auch ich weiss nicht, ob ich mit meinem Partner zusammen bleiben werde. Ob ich es schaffen werde Vertrauen aufzubauen, alles hinter mir zu lassen und mit ihm neu anzufangen. Abgesehen davon muss bei ihm nun eine große Veränderung stattfinden.
Du bist in Therapie, und wirst sicher sehr viel über unsere Psyche lernen, wendest es auch an in dem du immer wieder sagst: ICH werde......, ICH möchte nicht mehr; MEIN Leben!!!
SUPER !! weiter so!! gib deiner Seele positive Nahrung und sehe DEIN Ziel nun haargenau vor Augen.....DU WIRST sehen du schaffst es!
Ich kenne es nur zu gut. Wie oft habe ich schon zu mir gesagt: " So du Meistkerl (sorry), das war`s, schreib und w.... dir wo anders die Finger wund, aber nicht mehr bei mir!" UND??? ...Sie leben weiter (un)glücklich zusammen!
(mal so mal so)

Möchte damit nur sagen, dass du schon so viel geleistet hast, obwohl dir von deinem Mann immer wieder Kraft und Energie geraubt wurde, du schaffst jetzt auch noch den letzten Schritt in dein neues Leben!
Ganz ohne schlechtem Gewissen! Du hast ein Recht auf Liebe und Geborgenheit, ein Recht auf ein erfülltes und glückliches Leben!
Denke daran, du hast nur eins!
GLG
Denise


*Mit Steinen, die man mir in den Weg gelegt hat, habe ich mir einen Weg gebaut ++++++ Wenn einem die Treue Spaß macht, dann ist es Liebe -- Julie Andrews+++++*

SHG für Angehörige: Jeden 1. Montag ab 20.30 Uhr
07.11.2008 18:17:06  
sonnenliliefehlende Rechte fehlende Rechte fehlende Rechte 
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Hallo Inner-Beauty,
Deine Geschichte hat mich ganz schön betroffen gemacht, ist mir tief unter die Haut gegangen.

Wieviele Schicksalsschläge innerhalb kurzer Zeit. Wie sehr musst Du gelitten haben. Und dazu noch Deine Geschichte mit Deinem Mann. Ich fühle mit Dir.

Auch ich habe in manchen Abschnitten Situationen wiedergefunden. Aber so arg wie bei Dir war es bei uns nicht. Und trotzdem war ich sehr verletzt. Wie muss es dann erst in Dir ausgesehen haben!!!

DieAussage von verwünscht: Mach dir aber bitte NIE Vorwürfe über deine Entscheidungen! Rede dir schon gar nicht ein, dass "du es verdient hast"!!
Du hast genug mit gemacht, warum setzt du dir damit selbst noch zu?

Dem stimme ich voll und ganz zu.

Ich wünsch Dir viel Kraft für einen neuen ruhigeren glücklichen Lebensabschnitt. Du hast es verdient und ein Recht darauf.

Fühl Dich einfach mal gedrückt
Sonnenlilie


07.11.2008 22:39:43  
karamba68fehlende Rechte fehlende Rechte fehlende Rechte 
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Hallo inner_beauty,

ich habe deinen Beitrag gerade gelesen... erst mal: Was raus muss, muss raus und hier wird keiner löschen.

Ich komme von der anderen Seite, bin OSSler, finde in deinem Beitrag so viele Elemente aus dem Zusammenleben mit meiner Frau wieder. Ich lese deine Zeilen, kann mitfühlen und kann mich doch bei fast jeder Szene, die du beschreibst, in deinen Mann versetzen, mitgehen, mitfühlen. So ähnlich habe ich es ja schließlich Jahre lang selbst gemacht.

Ich schau da in einen Spiegel......

Ich wünsche dir auf deinem Weg viel Kraft, wie auch immer er aussehen wird. Es geht um dich und lass dir von niemandem etwas anderes einreden.

schönes WE trotz allem


karamba


08.11.2008 15:16:11  
Moralapostelfehlende Rechte fehlende Rechte fehlende Rechte 
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Hi inner_beauty,

gut, daß du dich dazu durchgerungen hast, das alles aufzuschreiben. es hilft einem selber, das mal loszuwerden.
tja, ich kann dich so gut verstehen, das in ansätzen "mitfühlen", andrerseits sehe ich, wie karamba auch, daß ich wohl in meiner ehe vor vielen jahre ganz ähnliche züge hatte. Gott sei Dank ist das lange her. Gott sei Dank ist meine Ex nach mir noch glücklich geworden. Aber ich mag nicht von mir anfangen, versteh allerdings nicht, wieso du noch ne paartherapie anfangen möchtest, zumindest zum jetzigen zeitpunkt, ich denke, abstand wär erst mal angebracht, vielleicht kannst du ja euren hund mitnehmen, damit dir dein mann nicht wieder einreden kann, du läßt den im stich?
ich wünschte sehr, es würde zwischen euch mal wieder so, wie du dich anfangs fühltest, aber ob dein mann es je ernst mit dir meinte, weiß ich auch nicht, nach dem was du gelesen hast. im moment könnte er dir nur noch die wahrheit sagen, du würdest immer zweifel haben, wärst nie sicher ...
Sicher sind Süchtige oft fernab jeglicher realität, machen und schreiben mist, weil sie süchtig sind. Dein Mann, wie du ihn hier schilderst, ist krank, was er aber leider nicht zu erkennen scheint.

ich denke, es ist nie zu spät um mit der eigenen familie wieder in kontakt zu treten, vielleicht ergibt sich da ja doch wieder eine nähe/verbundenheit, blut ist dicker wie wasser, heißt es so passend.

Du solltest wohl in nächster Zeit mehr auf Dich schauen und es weniger anderen recht machen wollen, weniger auf andere Rücksicht nehmen - hört sich blöd an...

Dir Alles Gute
Aldo


08.11.2008 21:06:19  
neckarnixe1fehlende Rechte fehlende Rechte fehlende Rechte 
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Hi, liebe inner_beauty,

Deine Geschichte ist wirklich sehr erschütternd.
Du bist nicht Schuld! Du hast das auch nicht verdient!
Laß diese Schuldgefühle bitte nicht zu! Du hast Dich liebevoll
und aufopfernd um Deine kranke Mutter gekümmert. Bei mehreren
Geschwistern sollte es m.E. selbstverständlich ein, daß alle gleichermassen für die Mutter da sind. Daß Du Dich in dieser schweren Phase Deines Lebens nach einer starken Schulter gesehnt hast und besonders empfänglich für das Werben Deines Mannes warst, ist nur allzu verständlich.
Vielleicht haben Dein Mann und auch mein Partner ganz bewußt
solch liebevolle,"gehorsame" Töchter ausgewählt, weil sie wissen, daß sie es mit uns machen können.

Kopf hoch!
Liebe Grüsse Neckarnixe.


10.11.2008 14:43:07  
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Leider habe ich zuvor die Ruhe zum antworten nicht gefunden, war aber hier zum lesen und habe durch eure aufbauenden Worte neue Kraft und Mut tanken können. Vielen Dank euch allen!

@Denise
Auch du hast schon so viel durchgemacht und gelitten. Das Leben aller hier, auch den direkt Betroffenen, ist von Leid geprägt und man fühlt mit jedem Einzelnen.

Du hast Recht, ich sollte mir selbst keine Vorwürfe mehr machen aber kann es leider nicht steuern. Ich weiß dass man im Leben von Zeit zu Zeit wichtige Entscheidungen treffen muss und offensichtlich die bevorzugte, die man für richtig gehalten hat. Nur wenn man im Nachhinein sieht dass man nicht nur sich selbst dadurch verletzt hat, beginnt man zu glauben dass man dafür bestraft wurde. Wie auch immer, ich werde damit leben müssen und hoffe mir, irgendwann, wenigstens selbst verzeihen zu können.
Es ist, wie du so richtig sagst, MEIN Leben, dass einzige das ich habe und ich sollte (endlich) an mich denken.
Dir weiterhin viel Kraft und alles Liebe.

@karamba
Danke, auch deine Worte ermutigen mich sehr und verstärken meinen Willen jetzt nur noch an mein eigenes Wohlbefinden, meine Gesundheit und meine Zukunft zu denken.
Du sagst dass du in meinem Beitrag so viele Elemente aus deiner eigenen Ehe wieder finden konntest. Vielleicht kannst du mir dann auch sagen wie ich darauf reagieren soll dass er mich jetzt für alles verantwortlich macht und mich (schriftlich) beschimpft. Er schrieb mir heute das ich mir darüber im klaren sein sollte das alles vorbei ist (das versuche ich ihm schon seit Tagen zu erklären)
Das ER meine „ewigen Sticheleien und Vorwürfen, ob nun direkt oder unterschwellig, nicht mehr verkraften kann und ihn völlig fertig machen“
Er schreibt das meine „grenzenlose und selbstsüchtige Eifersucht nicht beherrschbar ist und ganz klar gegen seine Wünsche und Hoffnungen gerichtet“ ist.
ER „kann so nicht mehr leben und an einer gesicherten Zukunft bauen“
Er fordert mich auf meine „unseriösen und unberechtigten Verbalen Angriffe gehen ihn zu unterdrücken“ damit wir die Situation in den nächsten Tagen und Wochen meistern können, weil diese ihn „kränken und beleidigen“
Ich glaube ernsthaft ich bin im falschen Film gelandet!?
Was antwortet man darauf????

Momentan bin ich einfach nur völlig fertig und muss so schnell wie möglich hier weg!!!!

LG,
Addi



10.11.2008 15:12:42 
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Hi Aldo und Sonnenlilie,
auch euch ganz lieben Dank für die aufbauenende Worte und euer Verständnis.

Ich habe meinem Mann inzwischen wahrheitsgemäß gesagt das mein Therapeut eine Paartherapie nicht mehr vornehmen möchte. Er sagte dass es unfair meinem Mann gegenüber wäre, weil dass Vertrauen von meiner Seite her nicht wieder hergestellt werden kann und die Situation eher Hoffnungslos ist.
Ich mußte leider seine Frage, "was mein Mann tun könnte/müßte um das Vertrauen wieder herzustellen" mit "nichts" beantworten müssen. Er arbeitet mit Computern, kann die Firma in der Mittagspause ohne ausstempeln verlassen, trägt sein Handy stets bei sich und könnte ja sowieso eine zweite SIM-Karte haben etc. Außerdem kann und will ich ihn auch nicht ständig kontrollieren müssen, denn es macht mich kaputt. Letztendlich möchte ich auch nicht dass er sich wie ein Kleinkind fühlen muß, indem er jeden Schritt und Tritt nachweisen müßte.

Auf jeden Fall bekam ich diese Antwort von meinem Mann:

"So bei längerem Nachdenken kann ich mir schwer vorstellen das dein Therapeut so eine Aussage treffen kann, eigentlich müsste er die tatsächlichen Probleme die du hast inzwischen erkannt haben, ich bin fast gehalten zu denken das du nicht beim Therapeuten warst oder das von selbst abgebrochen hast nachdem dir einige Fragen gestellt wurde die du nicht oder nicht wahrheitsgemäß beantworten wolltest oder konntest. Ist meist so wenn einem die Probleme vor Augen geführt werden.

Nachdem was ich bisher von dir gehört hatte nimmst du das sowieso nicht ernst und zeigst keinerlei anstalten den Ratschlägen zu folgen.

Ein Therapeut würde nie zur trennung raten wenn es nicht um Gewaltfragen oder schwere Delikte geht, das würde nicht mal ein Eheberater tun.

Du brauchst nicht andere Vorschieben um deine Entscheidung und dein Fehlverhalten zu rechtfertigen, bleib einfach ehrlich, so wie ich.

Das musste ich jetzt einfach mal loswerden."

Mein Mitgefühl und Verständnis für ihn, dass ich immer wieder spüre, in dem Wissen dass er krank ist, ist plötzlich wieder verschwunden.
Ich bin einfach nur wütend das ICH schon (und immer)wieder die Schuldige, kranke, gemeine, egoistisch und selbstsüchtige Frau bin.

HILFE!




10.11.2008 15:38:16 
Eisbärinfehlende Rechte fehlende Rechte fehlende Rechte 
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Hallo inner beauty

ich habe als ich mich nicht mehr so betroffen gefühlt habe mal alle seine Äußerungen und Briefe in Ruhe durchgelesen und gemerkt, dass ich in diesen Situationen ein Spiegel für ihn war. Mein Ex hat mir Sachen an den Kopf geknallt das ich fassungslos in mich zusammen gesackt bin - ich dachte immer nur wen meint er?
Er meinte sich selber!
Trifft nicht auch dies auf deinen Mann zu?
Die Wut die er in dir schürrt ist die Wut die er gegen sich spürt und sie stachelt ihn an seiner Sucht weiter Nährboden zu geben.
Das was du daraus ziehen kannst ist zu spüren wo dich seine Äußerungen verletzen und daran musst du arbeiten - am besten mit einem guten Therapeuten.
Lass dich von seinen Visionen nicht verunsichern es könnte sein dass es ihm unendlich Spaß macht "mit dir zu spielen"
Dreh dich um - kehr ihm den Rücken zu - lass ihn sein wer er sein will - arbeite an deinen Problemen.

Ich mache zur Zeit eine Thraumatherapie mit hier lernen wir mit solchen belastenden Sitationen die uns ängstlich, unsicher und verletzt sein lassen besser umzugehen. Die Therapie ist kostenlos als angebot einer Anlaufstelle für Frauen nach Gewalterfahrung - die gibt es in jeder Stadt.
Allerdings steckst du noch zu sehr in deinem ganzen Lebensproblem und dieser Mann ist dir noch zu nah - veilleicht dauert es noch bis du an dir arbeiten kannst.

Eine kleine Idee für deine Situation mit deiner Mutter - wie wärs, wenn du ihr all deine Probleme einmal schilderst und ihr mitteilst das es dir unendlich leid tut, das du sie nicht weiter pflegen wolltest und konntest. Es gab einen Grund warum du dich von der Pflege distanzieren musstest und dieser Grund ist wichtig gewesen. Vielleicht erscheint er dir im nachhinein unwichtig - das passiert schnell wenn man auf Dinge zurück blickt - aber zu der Zeit stand diese Entscheidung für dich an. Deine Mutter kann dir verzeihen - wo immer sie ist - du musst dir verzeihen und deine Entscheidung respektieren lernen.
Schreib ihr einen Brief - egal wie lang ....... sie wird ihn spüren und wird dir verzeihen, so wie Mütter sind! Es kann sein das du spürst wie sie dich in den Arm nimmt und dann nimm du sie in den Arm und verabschiede dich nocheinmal von ihr. Mit allem Dank und Respekt.
Das geht!!!!
Wir können nicht immer so handeln das alle Menschen glücklich sind aber wenn wir jemanden verletzt oder sehr enttäuscht haben dann können wir uns entschuldigen. Zu jeder Zeit und ohne dem anderen wirklich gegenüber zu sitzen.

Ich nehme dich liebevoll mütterlich in den Arm und schicke dir ganz viel Kraft deinen Weg zu finden.
Nimm dir Zeit an dir zu arbeiten es lohnt sich

es grüßt eine Eisbärin


10.11.2008 17:42:00   
karamba68fehlende Rechte fehlende Rechte fehlende Rechte 
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geschrieben von Inner_Beauty am 10.11.2008 15:12:42

@karamba
Danke, auch deine Worte ermutigen mich sehr und verstärken meinen Willen jetzt nur noch an mein eigenes Wohlbefinden, meine Gesundheit und meine Zukunft zu denken.
Du sagst dass du in meinem Beitrag so viele Elemente aus deiner eigenen Ehe wieder finden konntest. Vielleicht kannst du mir dann auch sagen wie ich darauf reagieren soll dass er mich jetzt für alles verantwortlich macht und mich (schriftlich) beschimpft. Er schrieb mir heute das ich mir darüber im klaren sein sollte das alles vorbei ist (das versuche ich ihm schon seit Tagen zu erklären)
Das ER meine „ewigen Sticheleien und Vorwürfen, ob nun direkt oder unterschwellig, nicht mehr verkraften kann und ihn völlig fertig machen“
Er schreibt das meine „grenzenlose und selbstsüchtige Eifersucht nicht beherrschbar ist und ganz klar gegen seine Wünsche und Hoffnungen gerichtet“ ist.
ER „kann so nicht mehr leben und an einer gesicherten Zukunft bauen“
Er fordert mich auf meine „unseriösen und unberechtigten Verbalen Angriffe gehen ihn zu unterdrücken“ damit wir die Situation in den nächsten Tagen und Wochen meistern können, weil diese ihn „kränken und beleidigen“
Ich glaube ernsthaft ich bin im falschen Film gelandet!?
Was antwortet man darauf????


Hallo Inner Beauty,

da du mich direkt angesprochen hast, möchte ich noch direkt antworten. Die Sätze könnten genauso von mir gefallen sein und ich habe auch schon ähnliches und härteres von mir gegeben. Ich versuche es mal aufzubröseln.

1. Angriff ist die beste Verteidigung....nach dem Süchteln, kommt das schlechte Gewissen und danach die Verteidigung des eigenen Handelns sich selbst gegenüber. Dabei entstehen Konstrukte des geschehenen, die mich weiterleben lassen, aber auch Dinge schönreden. Die bekommst du gerade serviert.

2. Lass einfach auch stehen, dass du ihn verletzt hast. Es ist kein falscher Film, sondern sein Film. Mit dem Pornokonsum mag er dich verletzen; mit Vorwürfen, Sticheleien, Eifersüchteleien machst du ihm das Leben schwer. Ich kenne eure Beziehung nicht, aber, ich denke auch er hat eine Wahrnehmung der Situation und die muss nicht mit deiner übereinstimmen.

3. Versuche mal drei Welten zu trennen: Es gibt ihn, es gibt eure Beziehung und es gibt die Sucht. Ich denke, ihr bewegt euch auf zwei unterschiedlichen Ebenen: Die Sucht hat aus deiner Sicht die Beziehung und ihn eingenommen und zerstört. Er spaltet die Sucht ab und sieht sich als nicht wahrgenommen und angenommen und die Beziehung als zerstört an. Da weißst ihr der Sucht und dem Pornokonsum unterschiedliche Bedeutung zu.
Während du das Auseinadergehen der Beziehung mit der Ursache Sucht begründest, sieht er in anderen Bereichen der Beziehung die Ursachen fürs Scheitern. Folgerichtig sprecht ihr auch beide die Trennung aus. Es gibt keine Verständigung über die Ursachen.

Nicht, dass du mich falsch verstehst ich spreche nicht von richtig und falsch, sondern von unterschiedlichen Wahrnehmungen, Interpretationen und Positionierungen....und ich finde es gesund, dass ihr eure eigenen Positionen einnehmt. Nach einer Trennung nur sein schlechtes Gewissen in Händen zu halten ist etwas wenig. Danach ist es seine Entscheidung, wie er mit der Sucht umgeht. Die Trennung ist nicht der geeignete Moment für Verständigung sondern für Abgrenzung.

Ich hoffe, das bleibt dennoch einigermaßen verständlich.

Dir weiterhin viel Kraft

karamba



13.11.2008 01:27:17  
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Quote "Es gibt ihn, es gibt eure Beziehung und es gibt die Sucht. Ich denke, ihr bewegt euch auf zwei unterschiedlichen Ebenen: Die Sucht hat aus deiner Sicht die Beziehung und ihn eingenommen und zerstört. Er spaltet die Sucht ab und sieht sich als nicht wahrgenommen und angenommen und die Beziehung als zerstört an. Da weißst ihr der Sucht und dem Pornokonsum unterschiedliche Bedeutung zu."


Hallo Karamba, Addi.

Muss hier meinen Senf einfügen: Er GLAUBT, er kann die Sucht abspalten, doch sie durchzieht schon so sehr die Bereiche des realen Lebens, dass er sie verdammen müsste oder eben ihr einen Platz zuweisen, in jedem Fall muss er sie verteidigen und sich selbst täuschen..
Ich bin auch zu der Auffassung gelangt, dass es im fortgeschrittenen Stadium der Sucht schon egal ist, ob einer jetzt Pornosüchtig, Spielsüchtig, oder was anderes ist, tatsache ist, dass die OSS die Beziehung am meisten tötet, weil sie gerade auch noch in einen intimen Bereich und den Bereich der Gefühle eingreift. Deshalb verletzt sie so sehr.

Alle anderen haben Schuld, alles andere versagt, usw., die Sucht kann doch nicht schuld sein, die hab ich ja eh im Griff..(Sichtweise des Süchtigen)
Da er sie nicht lassen kann, fühlt er sich in die Enge getrieben, und wehrt aggressiv alles ab, auch wenn es noch so gut gemeint ist, das Bild von sich selbst entspricht nicht mehr dem realen, und schon gar nicht dem, das du, Addi, siehst. Ihr bewegt euch wirklich nur noch auf 2 verschiedenen Ebenen.

Addi ich glaube du solltest dich diesem sinnlosen Wortkrieg nicht mehr aussetzten, es endet im chaos, seinem und deinem, und ist nicht der Weg, einen Süchtigen herumzukriegen. Er muss sich eines Tages in den Spiegel schauen, und SELBST erkennen, was er geworden ist, erst dann kann er etwas an sich ändern.
Lass dich nicht aus der Bahn werfen, ordne deine Gedanken, lass dir helfen und finde einen neuen guten Weg.

Wünsche allen viel Kraft und Glaube an euch selbst!

ganz lieben Gruss.



13.11.2008 09:06:26  
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