Wir sind ein HISTORISCHES Rollenspiel und spielen im Jahr 15n.Chr. in ALARICHS DORF, WIDARS DORF und der römischen Stadt MOGONTIACUM.
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WETTER UND ZEIT
Jahr Wir spielen im Jahr 15n. Chr. Monate Mitte April - Mitte Juni Bitte berücksichtigt das in eurem Play Wetter Der April überrascht alle Dorfbewohner mit mildem, beständigem Wetter. Es regnet genug damit das Getreide wächst. Im Mai ist es sehr windig und regnersich. Es gewittert häufig. Der Juni ist der Vorbote des Sommers. Es ist angenehm warm, die Sonne scheint.
Beiträge: 1156 Mitglied seit: 13.12.2008 IP-Adresse: gespeichert
In gebührendem Abstand, ganz so wie früher, als sie noch kein Paar gewesen waren, folgte Ragnar seiner Geliebten. Nie hätte er sich träumen lassen, daß seine damalige Versklavung einmal derartige Vorteile mit sich brachte! Wie sehr einstudiertes Verhalten sich doch einprägen konnte, war schon irgendwie erschreckend. Der neutrale Gesichtsausdruck, um den er sich bemühte, trat wie von selbst ein, als er sich gedanklich in diese Zeit zurückversetzte. Sklave und Herrin, Sklave und Herrin ... Solang er sich nur darauf konzentrierte, konnte er hoffentlich nichts falsch machen.
Beiträge: 297 Mitglied seit: 08.12.2008 IP-Adresse: gespeichert
„Salvete! Ich möchte Kräuter sammeln... Heute ist so ein schöner Tag dafür. Flora hat uns immerhin auch jetzt schon, zu Beginn des Jahres mit ihren Gabe geehrt.“ Lächelnd nickte sie dem Wachhabenden zu und überspielte damit ihre Nervosität. „Mein Sklave wird schon auf mich achtgeben... Oder ist etwa in der letzten Zeit jemand im Wald überfallen worden?“ Sie tat etwas verängstigt. Vielleicht konnte sie sie so ablenken... Hoffentlich. Wie gern hätte sie jetzt Ragnars Hand gehalten, doch es war nun einmal nicht möglich. Sie konnte schon die Freiheit sehen. Sie musste jetzt einfach nur loslaufen, immer weiter bis sie irgendwo ankam... Irgendwo, wo es niemanden scherte, dass sie eine Römerin und er ein entflohener Sklave war...
Beiträge: 1006 Mitglied seit: 26.11.2008 IP-Adresse: gespeichert
Der Soldat musterte Larcia und Ragnar sehr aufmerksam. "Und wie lautet Dein Name, Frau?" Gerade wenn sie allein mit diesem Burschen aus der Stadt wollte, mußte er dies im Wachbericht festhalten. Der Name des Sklaven war dabei unerheblich. Was bedeutete bei denen schon ein Name?
Beiträge: 1156 Mitglied seit: 13.12.2008 IP-Adresse: gespeichert
Ragnar zog es vor - scheinbar respektvoll - zu schweigen, da niemand eine Frage an ihn richtete. Er konnte so viel in Larcias Gesicht lesen, all ihre Angst, Sehnsucht und Hoffnung zugleich, und doch konnte er ihr nur beistehen, indem er ihre Augen mit einem ermutigenden Blick streifte. Die Freiheit war so nahe, beinahe greifbar ... aber noch schwebten sie beide in Gefahr. Bevor sich nicht außer Sichtweite des Tors waren, durfte er sich ihr nicht weiter nähern oder auch nur im entferntesten anders verhalten, als es einem Sklaven gebürte.
Beiträge: 297 Mitglied seit: 08.12.2008 IP-Adresse: gespeichert
"Oppia Mania. Meine Familie ist zu Besuch hier... Auf der Durchreise nach Rom." Noch immer lächelte sie freundlich und versuchte so auszusehen, als wäre die Unschuld in Person: Eben einfach nur eine gehorsame Tochter, die sich ihre freie Zeit damit vertrieb auf die Suche nach Kräutern zu gehen.
Beiträge: 1006 Mitglied seit: 26.11.2008 IP-Adresse: gespeichert
Der Wachposten musterte Larcia nochmals eingehend und nickte dann seinem Kameraden zu. "Oppia Mania, schreib das auf. Mit Sklaven." Dann wandte er sich wieder Larcia zu. "Seid vorsichtig und geht nicht zu weit in die Wälder. Bleibt besser eher am Waldesrand. Dieses Barbarenpack ist unberechenbar. Ich hoffe, Dein Sklave ist vertrauenswürdig, sieht auch aus, als würde er eigentlich zu diesem Barbarenpack gehören. Und macht euch rechtzeitig auf den Rückweg, damit ihr vor Einbruch der Dunkelheit wieder hier seid." Eigentlich ein bodenloser Leichtsinn, so ein hübsches, junges Ding mit nur einem Sklaven loszuschicken.
Beiträge: 1156 Mitglied seit: 13.12.2008 IP-Adresse: gespeichert
Rasch warf Ragnar einen Blick zu seiner Geliebten. Wenn er wirklich so schrecklich aussah, wie diese Männer sagten, würden die wohl kaum vermuten, daß sie beide ein Paar waren. Doch er würde nicht eher den Mund aufmachen, ehe Larcia ihn irgendwie dazu aufforderte. Alles andere war zu gefährlich, selbst wenn er denen erzählen würde, ihre Eltern hätten ihn als Kind gerettet und sie wären miteinander aufgewachsen ... Außerdem zählte hier doch nur, daß Larcia den Männern deutlich machte, daß sie ihm vertraute. Ein großer Vorteil, da sie dabei noch nicht mal lügen müßte ... beinahe hätte sich bei dem Gedanken ein leichtes Grinsen auf seine Lippen gestohlen. Er konnte es gerade noch zurückhalten, indem er zur Ablenkung nochmals mit einem kurzen Blick die Entfernung zwischen dem Tor und dem Beginn des Waldes maß. Wieso nur mußte der Weg auch von hier aus so gut einsehbar sein? Nun ja, eigentlich war es logisch, denn so konnte man die anreisenden Kutschen und Reiter schon von weitem erkennen und besser abschätzen, ob Gefahr drohte.
Beiträge: 297 Mitglied seit: 08.12.2008 IP-Adresse: gespeichert
Sie nickte den Wachhabenden noch einmal zu und ging dann flott durchs Tor hindurch. Am liebsten wäre sie gerannt, aber sie hielt sich zurück. Instinktiv streckte sie ihre Hand etwas aus und zog sie dann sofort wieder zurück. Sie durfte nicht nach Ragnars Hand greifen, solange sie in Sichtweite der Soldaten waren. Den Blick auf den Waldrand gerichtet ging sie zielstrebig weiter, aber der Weg wollte und wollte nicht kürzer werden... Es ist nicht zum Aushalten. Endlich erreichte sie die Baumgrenze und bevor sie hinter dem breiten Stamm einer Buche huschte und sich schwer atmend dagegen lehnte, warf sie einen letzten Blick zurück zum Tor, zur Stadt, zu ihrem alten Leben, das sie nun -hoffentlich- ein für allemal zurückgelassen hatte. Tränen standen ihr in den Augen als sie Ragnar zu sich zog und ihm um den Hals fiel.
Beiträge: 1156 Mitglied seit: 13.12.2008 IP-Adresse: gespeichert
Vor lauter Aufregung war Ragnars Kehle ganz trocken geworden. Nervös fuhr er sich mit der Zunge über die rauhen Lippen, beobachtete gespannt, ob die Soldaten wohl weitere Fragen stellen würden. Doch nichts dergleichen geschah - Dank der Souveränität, die Larcia an den Tag legte. Trotzdem pochte sein Herz wie wild, als er ihr durchs Tor nach draußen folgte. Er mußte sich zwingen, nicht zurückzusehen, nicht nach ihrer Hand zu greifen, solange sie im Blickfeld der Wachhabenden waren. Endlich, nach einer scheinbaren Ewigkeit, erreichten sie den schützenden Waldrand. Dicht hinter Larcia, durchschritt er das Unterholz, und nun konnte er doch nicht anders, als ebenfalls einen Blick hinter sich werfen. Wir sind raus! Wir sind frei, wir sind - Und im nächsten Moment fand er sich in Larcias Armen wieder. ... wieder vereint!
Beiträge: 60 Mitglied seit: 15.02.2009 IP-Adresse: gespeichert
So gegen Mittag erreichte eine größere Gruppe Reisender die Tore Mogontiacums. Die beiden Torwachen waren an diesem Tag sehr großzügig und als die letzte Stunde vor der Wachablösung eintraf, nahmen sie ihre Kontrollen nicht mehr so genau. Erst als sie eine sich langsam über die Brücke bewegende Truppe mit Geleitschutz erkannten, kam der Verdacht schnell auf, dass es sich hierbei vermutlich um eine wichtige Persönlichkeit handeln würde. Schnell winkten sie ein Ochsengespann eilig durch, um dem herannahenden Trupp mehr Platz zu machen. Als sich die gewaltige Stadt vor ihnen auftat weckte es bei Decimus Helvius Tibullus schöne Erinnerungen und mit seinem aufgeweckten Wesen lächelte er seinem Freund zu, der direkt neben ihm eher steif und angespannt im Sattel saß und einen ungeduldigen Gesichtsausdruck verdeutlichte.
Beiträge: 1006 Mitglied seit: 26.11.2008 IP-Adresse: gespeichert
Nicht mehr lange und sie würden abgelöst werden. Seine Beine schmerzten schon und sein Magen knurrte vor Hunger. Etwas gelangweilt stand er mit der zweiten Torwache am Stadttor und winkte die Anreisenden einfach hindurch. Sein geschulter Blick würde ihm schon zeigen, wenn jemand dabei war, der nicht hier her gehörte. Erst als sich ein größerer Trupp langsam auf sie zubewegte, nahm er wieder Haltung ein und wartet bis der Troß zum stehen kam. "Salvete." begrüßte er sie freundlich. "Wer seit ihr und wo wollt ihr hin?"
Beiträge: 60 Mitglied seit: 15.02.2009 IP-Adresse: gespeichert
„Salve! Ich bin Gaius Valerius Labienus, Tribunus Laticlavius der XIV. Legion Gemina.“ Labienus Antwort blieb kurz und präzise, eben typisch militärisch. Doch er fand, dass diese Antwort den beiden Wachen genügen müsse. Zwar war Labienus erstes Ziel nicht das Castellum gewesen, sondern würde er so wie es eben üblich war den Wohnsitz seiner Verwandten besuchen. Und vor allem seinen neuen Vorgesetzten, den Legaten Valerius Maximus, der kein geringerer war, als sein eigener älterer Bruder. Außerdem würde er die ersten Tage im Domus Valeria nächtigen.
bearbeitet von Gaius Valerius Labienus am 04.03.2009 12:05:57
Beiträge: 1006 Mitglied seit: 26.11.2008 IP-Adresse: gespeichert
Wie es sich gehörte grüßte nun auch die Torwache den Militärischen Vorgesetzen. "Willkommen in Mogontiacum." Mit einem freundlichen Lächeln machten die beiden Torwachen den Weg frei um den Neuankömmling durchzulassen.
Beiträge: 60 Mitglied seit: 15.02.2009 IP-Adresse: gespeichert
Sofort setzte sich der Tross erneut in Bewegung, durchquerte das Tor und mischte sich unter die vielen anderen Reisenden die Mogontiacum erreicht hatten oder auf dem Weg waren es wieder zu verlassen. Wie ein Lauffeuer ging die Meldung bei den milites um, dass ein neuer Tribun die Stadt erreicht hatte. Ein Valerier. Sicherlich kannten einige Mitglieder ansehnlicher Familien Labienus noch von früher, aber für die meisten vor allem für die Legionäre war dieser Name noch absolutes Neuland.
Beiträge: 203 Mitglied seit: 30.11.2008 IP-Adresse: gespeichert
pp.: Umgebung/Göttliche Fügung
Fest hielt er Siekes Hand in der seinen und lief mit festem Schritt und gehobenem Kopf auf das Stadttor zu. Wenn die Götter wirklich wollten, dass sie in die Stadt kamen, dann würden sie sicher das Tor passieren dürfen. Allerdings hatte sich das zuvor schon als recht schwer erwiesen. "Lassen wir es drauf ankommen." Widar drückte Siekes Hand und schritt weiter mit ihr auf das Tor zu.